Badens Chauvelin Chris Murray im Gespräch:Von alten und neuen Inszenierungen, Musical und Klassik, Yin & Yang |
Daumen hoch für "The Scarlet Pimpernel"! - Chris Murray vor dem Stadttheater Baden Privatfotos: Claudia Bauer-Püschel; Szenenfoto "Falke auf der Jagd": www.christian-husar.com |
Regisseur ist
gekommen, hat sein Buch aufgeschlagen und gesagt: 'So, jetzt gehst du
nach rechts, dann läufst du nach vorne und machst das...'. - Und
ich
dachte: 'Häh, wie bitte?'" Chris Murray lacht und fügt hinzu:
"Das ist ja überhaupt nicht mit mir erarbeitet; das ist ja wie
eine Wiederaufnahme und wird als Neuinszenierung deklariert! - Und das
ist das Schöne hier: Sie haben das genommen, was war, haben es
aber komplett auf die Gegebenheiten zugeschnitten und optimiert. Zum
Beispiel die Stelle, an der der Diener zu Marguerite kommt und ihr
jetzt sagt, er habe eine Botschaft vom französischen Konsulat
für sie. Sie ist erklärender, wo die Handlung vorher unklar
war. Wir
haben überlegt, wie wir das klarer machen können. Noch ein
Beispiel ist 'Mitten ins Feuer hinein'. Nun heißt es: 'Meine
Herren, wir fahren jetzt nach Frankreich', und alle antworten: 'Nach
Frankreich!'. Es sollte in Halle das gleiche sein; das hat aber nie
jemand geschnallt; deshalb wird es hier illustriert. Man sagt: 'Passt
mal auf', und am Ende des Songs sagen sie: 'Willkommen in Frankreich!',
damit es fürs Publikum eindeutig verständlich ist. Das sind
die Sachen, die sie reingebracht haben, weil sie gesagt haben: 'Wir als
Gucker haben vorher nicht verstanden, wo es hinging und müssen
diese Geschichte klarer erzählen, denn je klarer eine Geschichte
erzählt wird, desto leichter wird es für das Publikum, ins
Boot mit einzusteigen und einfach mitzufließen'."