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Spritzig, schrill und einfach schön:"Miami Nights"bei den Freilichtspielen Tecklenburg |

und Dean Welterlen hat in seiner
Funktion als Regisseur ganze Arbeit geleistet. Trotz des recht
großen Tanzensembles bleiben die Solisten stets im Mittelpunkt.
Die Breite der Bühne wird sehr gut genutzt, und es kommen beim
Zuschauer niemals Unklarheiten bezüglich der Szenerie (Ort etc.)
auf. Eine prima Lösung sind zum Beispiel die verschiebbaren
"Ballettspiegel" (Bühnenbild: Malte Lübben) samt
ihrer "Transporteure". Rubik's Cube und Walkman sorgen für 80er
Flair (Requisite: Jojo Hartmann).
Bei der Besetzung ist eine sehr gute Wahl
getroffen worden. Der
gesamten Cast merkt man eine (Spiel)freude an, die sich automatisch
aufs Publikum überträgt. Ob es nun Sean Gerard als
smarter Turniertänzer Jimmy Miller, der seinen eigenen Weg finden
will, Karin Seyfried mit passend spanischem Akzent als Laura
Gomez, die vom hässlichen Entlein zum bezaubernden Schwan wird,
oder Rachel Marshall als sexy-intrigante Jessica
Diamond ist: Alle füllen ihre Rollen bemerkenswert gut mit Leben
aus.
"Außen hui, innen pfui" wunderbar
schräg und
präsent verkörpert. Ihm steht Lillemor Spitzer
als
ständig Valium (urkomisch, diese überzogen riesigen Mengen!)
konsumierendes Nervenbündel Betty Miller in nichts nach.